W3C Workshop über "Randbedingungen und Funktionalität", um die nächste Ebene für Webservices zu erforschen

Der Workshop zieht viele Sprecher an, die an einem Rahmen für "Randbedingungen und Funktionalität von Webservices" interessiert sind.

 

http://www.w3.org/ -- 12 Oktober 2004 -- Um alle Möglichkeiten von Webservices zu erschließen, hat das World Wide Web Consortium einen  Workshop on Web Services Constraints and Capabilities mit Unterstützung der Firma Oracle organisiert. Dieser Workshop findet vom 12. -13. Oktober 2004, in California (USA) statt. Während der zweitägigen Veranstaltung werden die Teilnehmer Vokabulare zur Beschreibung allgemeiner Randbedingungen und der Funktionalität von Webservices und Möglichkeiten, diese zu kombinieren, diskutieren. Die Arbeitskreisteilnehmer werden ebenso die Relation dieser Arbeit zu anderen Kernstücken der Webservice-Arbeit, welche von W3C standardisiert sind, herstellen wie auch die Relation der Arbeit zu anderen Webtechnologien.

"Ich bin erfreut zu sehen, dass so viel Interesse unter den W3C Mitgliedern herrscht, gemeinsam entscheidende Informationen über Web Services durch den W3C Prozess zu nutzen. Der Gebrauch von Web Services Standards wird um so wichtiger werden, je mehr wir den Gebrauch von Webservice-Anwendungen automatisieren. Dies wiederum bestimmt die Richtung für neue Arbeiten," sagte Tim Berners-Lee, Direktor des W3C.

Ein W3C workshop ist eine Möglichkeit, um W3C Mitglieder und die Öffentlichkeit zusammen zu bringen, um mögliche zukünftige Richtungen der W3C-Arbeit zu diskutieren. Nach einem erfolgreichen Arbeitstreffen darf  W3C eine neue Arbeitsgruppe initiieren, um einen neuen Standard auf diesem Gebiet zu entwickeln.

Gemeinsame Nutzung eines Wortschatzes zur Beschreibung von Webservices

Die Web Service Beschreibungssprache (WSDL2.0) Spezifikation liefert die grundlegenden Bausteine für die  Beschreibung eines Webservice. Designer können detailliertere Bescheibungen der Randbedingungen und der Funktionalität von Webservices durch Nutzung anwendungsgebietsspezifischer, als Erweiterungen  WSDL Grundmodells implementierter Vokabulare, erreichen.

"Verschiedene Aspekte eines Webservices erfordern Beschreibungen," erklärte Mark Nottingham (BEA Systems), Vorsitzender der Arbeitsgruppe. "Dies schließt seine Randbedingungen (z. B. 'Sie müssen  HTTP Authentisierung verwenden, wenn Sie Zugang zu diesem Service haben wollen') und seine Funktionalität (z .B., 'Ich kann GZIP Komprimierung unterstützen') ein. Ebenso haben Kunden, die auf Webservices zurückgreifen, Ihre eigenen Randbedingungen und Funktionalitäten zu beachten. Dieser Workshop findet statt, um die Einrichtung eines Standardrahmens für die Beschreibung solcher Randbedingungen und Funktionalitäten und deren Zuordnung bei Nutzung von Technologien wie SOAP, WSDL, und HTTP zu diskutieren".

Um an dem Workshop teilzunehmen, wurden W3C Mitglieder und die allgemeine Öffentlichkeit aufgefordert  Positionspapiere einzureichen. Mehr als  35 Positionspapiere,  die uns erreichten, deuten auf das substantielle Interesse an diesem Thema hin. Die Referate sprechen Themen an, die von speziellen Problemen in Anwendungsgebieten (wie Sicherheit,  betriebssicherem Datentransfer und Internationalisierung), über den Gebrauch regelbasierter Sprachen zu Vokabularen, bis hin zur Konstruktion eines allgemeinen Rahmenwerkes reichen, um einer großen Vielfalt von Anforderungen an das Design von Vokabularen zu genügen.

Um die Diskussion zu fokussieren, wurden die Teilnehmer gebeten, in Ihren Grundsatzreferaten ein vordefiniertes Beispiel zu behandeln. Die Teilnehmer wurden gebeten, darüber zu diskutieren, wie ihr Ansatz einem Webdesigner erlauben würde festzulegen (unter anderen Dingen), dass (1) Kunden gefordert sind einen zuverlässigen Datentransfer zu bieten, (2) Kunden gefordert sind einen speziellen Nachrichtenkopf mit WS-Sicherheit zu verschlüsseln, die den Gebrauch von  X.509 oder Sicherheit für Benutzernamen beinhaltet, um eine akzeptable Aufforderungsmeldung zu senden, und (3) der Service P3P Datenschutzregeln beinhaltet, die damit verbunden sind. Workshopteilnehmer werden Vokabulare diskutieren, die Regelwerke beschreiben, die diese Regelwerke und Regelentscheidungen an Dritte mitteilen können, wie man solche Regelwerke verwaltet (z. B. wie man Delegation oder Widerruf handhabt) und die Beziehung dieser Arbeit zur existierenden Arbeit bei W3C und anderswo diskutieren.

W3C entwickelt aktiv den Kern der Webservice Architektur

Dieser Workshop repräsentiert einen von mehreren Webservice Initiativen zurzeit bei W3C. W3C Mitglieder haben immer W3C als die Organisation ausgewählt, die den Kern der Webservice Spezifikationen entwickelt. Diese sind W3C Empfehlungen oder sind auf dem Wege es  zu werden, einschließlich SOAP 1.2 und WSDL 2.0.

"W3C arbeitet seit 2000 an der Kernentwicklung der Webservices und Randbedingungen und Funktionalitäten sind der nächste grundlegende Teil davon," sagte Philippe Le Hégaret, Leiter der Architecture Domain für W3C und Vorsitzender der Arbeitsgruppe. "Bei dieser Arbeit schauen wir nach dem Ausbau von WSDL 2.0 und seinen Darstellungen, auf Wegen, die uns erlauben, die existierenden und zukünftigen Webservices Erweiterungen zu kombinieren, wie z. B. Sicherheitsmechanismen."

Im August 2004, wurden zwei neue SOAP Spezifikationen Candidate Recommendations aufgestellt, was besagt, dass W3C sie für die Implementierung als ausgereift betrachtet: " SOAP Message Transmission Optimization Mechanism" und " Resource Representation SOAP Header Block." Die WSD Arbeitsgruppe hat außerdem einen "Last Call" für drei WSDL 2.0 Spezifikationen herausgegeben. Dies zeigt an, dass die Arbeitsgruppe glaubt, dass die Spezifikationen die technischen Anforderungen der Arbeitsgruppe erfüllen können.

Am 7 October 2004, brachte W3C eine neue Webserviceadressen Arbeitsgruppe für künftige Arbeit in diesem Kerngebiet auf den Markt. Der Arbeitskreis für "Webservices Capabilities und Constraints" wird helfen festzustellen, welche Richtung die zukünftige Webservicearbeit bei W3C nehmen wird. Es ist wahrscheinlich, dass der Fortschritt auf dem Gebiet der Bausteinbeschreibung ebenso die Entwicklung von damit zusammenhängenden Spezifikationen wie WSDL 2.0 fördern wird.

Neben den Arbeitsgruppen, die diese Webservice Spezifikationen entwickeln, motivieren W3C Repräsentanten die Gemeinschaft für das Thema W3C's WebService Standards und ihre Beziehung zu anderen Webstandards, die bei W3C entwickelt wurden. CEO Steve Bratt und David Booth (W3C Fellow von Hewlett-Packard) werden einen Workshop über WSDL 2.0 beim Gartner Application Integration und Web Services Summit  Mitte November leiten und dort sprechen. Ebenso wird Mitte November W3C Direktor Tim Berners-Lee auf der Veranstaltung: Second International Conference on Service Oriented Computing einen Hauptvortrag halten.

Über das World Wide Web Consortium [W3C]

Das W3C wurde gegründet, um alle Möglichkeiten des Webs zu erschließen. Dazu werden einheitliche Protokolle entwickelt, die den Fortschritt des Webs fördern und seine Interoperabilität sicherstellen. Das W3C ist ein internationales Industrie-Konsortium, das gemeinsam vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) in den USA, dem European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Sitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt wird. Das Konsortium bietet folgende Dienstleistungen: Informationen über das World Wide Web für Entwickler und Benutzer sowie verschiedene prototypische und Musteranwendungen, um den Einsatz der neuen Technik zu demonstrieren. Gegenwärtig sind über 400 Organisationen Mitglieder des Konsortiums. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.

Über das Deutsch-Österreichische Büro des W3C

Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE) im Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum. http://www.w3c.de/

 

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